MUST Rechner

    Screening auf Mangelernährung bei Erwachsenen

    📚 Quelle: Elia M. The MUST report. BAPEN; 2003

    Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt

    • Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
    • Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
    • Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
    • Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
    • Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.

    Über den MUST

    Das Malnutrition Universal Screening Tool (MUST) wurde von der British Association for Parenteral and Enteral Nutrition (BAPEN) entwickelt, um Mangelernährung bei Erwachsenen in Klinik, Pflegeeinrichtung und ambulanter Versorgung zu erkennen. Es kombiniert drei Schritte: BMI, ungewollten Gewichtsverlust in den letzten 3–6 Monaten und den Effekt einer akuten Erkrankung mit fehlender Nahrungsaufnahme über mehr als fünf Tage. Die Summe ordnet das Risiko als gering (0), mittel (1) oder hoch (≥ 2) ein. Die ESPEN empfiehlt MUST für das Screening im ambulanten Bereich; im Krankenhaus wird häufig der NRS-2002 verwendet.

    ## Berechnung

    BMI > 20 kg/m² 0, 18,5–20 kg/m² 1, < 18,5 kg/m² 2 Punkte; Gewichtsverlust < 5 % 0, 5–10 % 1, > 10 % 2 Punkte; akute Erkrankung mit > 5 Tagen ohne Nahrungsaufnahme 2 Punkte.

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    ## Interpretation

    - **0 Punkte:** geringes Risiko - **1 Punkt:** mittleres Risiko - **≥ 2 Punkte:** hohes Risiko

    ## Limitationen

    - Screening-, kein Diagnoseinstrument (Diagnose z. B. nach GLIM-Kriterien) - Ödeme, Aszites oder Amputationen verfälschen BMI und Gewicht - Für Kinder nicht validiert

    ## Häufige Fragen (FAQ)

    **Was ist der Unterschied zwischen MUST und NRS-2002?** Beide screenen auf Mangelernährung. MUST ist für alle Versorgungsbereiche gedacht, der NRS-2002 wurde für Krankenhauspatientinnen und -patienten entwickelt und berücksichtigt zusätzlich Alter und Krankheitsschwere.

    **Was tun, wenn kein Gewicht messbar ist?** Die BAPEN beschreibt Ersatzmessungen, z. B. den Oberarmumfang, sowie eine subjektive Einschätzung.

    **Stellt MUST die Diagnose Mangelernährung?** Nein. MUST identifiziert ein Risiko. Die Diagnose erfolgt z. B. nach den GLIM-Kriterien.

    *Quelle: Elia M. The MUST report. BAPEN; 2003*

    Klinischer Hintergrund: MUST

    Das Malnutrition Universal Screening Tool (MUST) wurde von der British Association for Parenteral and Enteral Nutrition (BAPEN) entwickelt, um Mangelernährung bei Erwachsenen in Klinik, Pflegeeinrichtung und ambulanter Versorgung zu erkennen. Es kombiniert drei Schritte: BMI, ungewollten Gewichtsverlust in den letzten 3–6 Monaten und den Effekt einer akuten Erkrankung mit fehlender Nahrungsaufnahme über mehr als fünf Tage. Die Summe ordnet das Risiko als gering (0), mittel (1) oder hoch (≥ 2) ein. Die ESPEN empfiehlt MUST für das Screening im ambulanten Bereich; im Krankenhaus wird häufig der NRS-2002 verwendet.

    Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der MUST unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.

    Ausführliche Erklärung: MUST

    Was ist der MUST?

    Der MUST ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für mangelernährung. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.

    Klinische Anwendung

    Das Malnutrition Universal Screening Tool (MUST) wurde von der British Association for Parenteral and Enteral Nutrition (BAPEN) entwickelt, um Mangelernährung bei Erwachsenen in Klinik, Pflegeeinrichtung und ambulanter Versorgung zu erkennen. Es kombiniert drei Schritte: BMI, ungewollten Gewichtsverlust in den letzten 3–6 Monaten und den Effekt einer akuten Erkrankung mit fehlender Nahrungsaufnahme über mehr als fünf Tage. Die Summe ordnet das Risiko als gering (0), mittel (1) oder hoch (≥ 2) ein.

    Limitationen und Hinweise

    Der MUST sollte stets im klinischen Kontext interpretiert werden. Kein Score ersetzt die individuelle ärztliche Beurteilung. Besondere Patientengruppen können von der Standardinterpretation abweichen.

    Quellenangaben – MUST

    Wissenschaftliche Originalquelle

    • Elia M. The MUST report. BAPEN; 2003.

    Letzte fachliche Prüfung: September 2026 · Basierend auf offiziellen Leitlinien führender Fachgesellschaften

    Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

    Häufige Fragen zum MUST

    Wofür wird der MUST verwendet?

    Der MUST wird klinisch für mangelernährung verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.

    Wie interpretiert man den MUST?

    Das Malnutrition Universal Screening Tool (MUST) wurde von der British Association for Parenteral and Enteral Nutrition (BAPEN) entwickelt, um Mangelernährung bei Erwachsenen in Klinik, Pflegeeinrichtung und ambulanter Versorgung zu erkennen. Es kombiniert drei Schritte: BMI, ungewollten Gewichtsverlust in den letzten 3–6 Monaten und den Effekt einer akuten Erkrankung mit fehlender Nahrungsaufnahme über mehr als fünf Tage. Die Summe ordnet das Risiko als gering (0), mittel (1) oder hoch (≥ 2) ein. Die ESPEN empfiehlt MUST für das Screening im ambulanten Bereich; im Krankenhaus wird häufig der NRS-2002 verwendet.

    Welche Limitationen hat der MUST?

    Der MUST ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.

    Version 1.0 – Letzte Aktualisierung: September 2026. Grundlage: Elia M. The MUST report. BAPEN; 2003

    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025
    Quellen: Elia M. The MUST report. BAPEN; 2003
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