Die Behavioral Pain Scale (BPS) wurde 2001 von Payen und Kollegen zur Schmerzeinschätzung bei sedierten, beatmeten Intensivpatientinnen und -patienten entwickelt. Drei Bereiche werden mit je 1–4 Punkten bewertet: Gesichtsausdruck, Bewegung der oberen Extremität und Adaptation an das Beatmungsgerät. Der Gesamtwert liegt zwischen 3 (keine Schmerzzeichen) und 12 Punkten. Die S3-Leitlinie zu Analgesie, Sedierung und Delirmanagement (DAS) nennt einen Wert über 5 als Hinweis auf relevante Schmerzen. Für nicht beatmete Personen existiert die Variante BPS-NI mit Vokalisation.
## Berechnung
Gesichtsausdruck, obere Extremität und Beatmungsadaptation erhalten je 1–4 Punkte; die Summe ergibt 3–12 Punkte.
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## Interpretation
- **3–5 Punkte:** unterhalb des Schwellenwerts - **> 5 Punkte:** vereinbar mit relevanten Schmerzen
## Limitationen
- Nur für beatmete Personen validiert (für Nicht-Beatmete: BPS-NI) - Neuromuskuläre Blockade macht die Beurteilung unmöglich
## Häufige Fragen (FAQ)
**Warum beginnt die BPS bei 3 Punkten?** Jedes der drei Items startet bei 1 Punkt für „unauffällig“. 3 Punkte bedeuten daher keine Schmerzzeichen.
**Welcher BPS-Wert gilt als relevant?** Die DAS-Leitlinie nennt einen Wert über 5 Punkten.
**Gibt es die BPS für nicht beatmete Patienten?** Ja, die BPS-NI (non-intubated) ersetzt die Beatmungsadaptation durch die Vokalisation.
*Quelle: Payen JF, et al. Crit Care Med. 2001;29(12):2258-2263*
