Der Murray-Lungenschaden-Score quantifiziert den Schweregrad des akuten Lungenschadens. Er wurde vor der Berlin-Definition entwickelt und bleibt ein nützliches Instrument zur Verlaufsbeurteilung.
Vier Komponenten werden bewertet: Röntgenbefund (Quadranten mit Infiltraten), Hypoxämie (PaO2/FiO2), PEEP-Level und Compliance. Jede Komponente erhält 0-4 Punkte, der Mittelwert ergibt den Score.
Ein Score von 0 bedeutet keine Lungenschädigung. 0,1-2,5 entspricht einer milden bis moderaten Schädigung. >2,5 zeigt einen schweren Lungenschaden an (entspricht früher ALI/ARDS). Der Score eignet sich zur Verlaufsdokumentation und zur Entscheidung über erweiterte Therapien wie ECMO.
