El-Ganzouri-Risikoindex Rechner

    Vorhersage einer schwierigen Laryngoskopie

    📚 Quelle: El-Ganzouri AR, et al. Anesth Analg. 1996;82(6):1197-1204

    Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt

    • Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
    • Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
    • Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
    • Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
    • Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.

    Über den El-Ganzouri-Risikoindex

    Der El-Ganzouri-Risikoindex (EGRI) wurde 1996 an über 10.000 Patientinnen und Patienten entwickelt und kombiniert sieben präoperativ erhebbare Befunde zur Vorhersage einer schwierigen direkten Laryngoskopie: Mundöffnung, thyreomentaler Abstand, Mallampati-Klasse, HWS-Beweglichkeit, Möglichkeit des Unterkiefervorschubs, Körpergewicht und schwierige Intubation in der Vorgeschichte. Der Index reicht von 0 bis 12 Punkten; ab 4 Punkten war in der Originalarbeit eine schwierige Laryngoskopie deutlich häufiger. Die Kombination mehrerer Befunde ist aussagekräftiger als ein einzelner Test wie die Mallampati-Klasse.

    ## Berechnung

    Mundöffnung (≥ 4 cm 0, < 4 cm 1), thyreomentaler Abstand (> 6,5 cm 0, 6,0–6,5 cm 1, < 6,0 cm 2), Mallampati (I 0, II 1, III 2), HWS-Beweglichkeit (> 90° 0, 80–90° 1, < 80° 2), Prognathie (möglich 0, nicht möglich 1), Gewicht (< 90 kg 0, 90–110 kg 1, > 110 kg 2), Vorgeschichte (keine 0, fraglich 1, sicher 2).

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    ## Interpretation

    - **0–3 Punkte:** schwierige Laryngoskopie weniger wahrscheinlich - **≥ 4 Punkte:** erhöhtes Risiko für schwierige Laryngoskopie

    ## Limitationen

    - Validiert für die direkte Laryngoskopie, nicht für die Videolaryngoskopie - Mallampati hier in der Originalform mit drei Klassen - Kein Einzeltest schließt einen schwierigen Atemweg sicher aus

    ## Häufige Fragen (FAQ)

    **Warum hat die Mallampati-Klasse hier nur drei Stufen?** Die Originalarbeit verwendete die ursprüngliche Mallampati-Einteilung mit drei Klassen. Die spätere Klasse IV nach Samsoon und Young wird üblicherweise der höchsten Stufe zugeordnet.

    **Wie gut sagt der EGRI eine schwierige Intubation vorher?** Er ist aussagekräftiger als einzelne Tests, hat aber wie alle Atemwegsprädiktoren nur einen mäßigen positiven Vorhersagewert.

    **Gilt der EGRI auch für die Videolaryngoskopie?** Er wurde für die direkte Laryngoskopie entwickelt. Für Videolaryngoskope ist die Aussagekraft nicht gesichert.

    *Quelle: El-Ganzouri AR, et al. Anesth Analg. 1996;82(6):1197-1204*

    Klinischer Hintergrund: El-Ganzouri-Risikoindex

    Der El-Ganzouri-Risikoindex (EGRI) wurde 1996 an über 10.000 Patientinnen und Patienten entwickelt und kombiniert sieben präoperativ erhebbare Befunde zur Vorhersage einer schwierigen direkten Laryngoskopie: Mundöffnung, thyreomentaler Abstand, Mallampati-Klasse, HWS-Beweglichkeit, Möglichkeit des Unterkiefervorschubs, Körpergewicht und schwierige Intubation in der Vorgeschichte. Der Index reicht von 0 bis 12 Punkten; ab 4 Punkten war in der Originalarbeit eine schwierige Laryngoskopie deutlich häufiger. Die Kombination mehrerer Befunde ist aussagekräftiger als ein einzelner Test wie die Mallampati-Klasse.

    Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der El-Ganzouri-Risikoindex unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.

    Ausführliche Erklärung: El-Ganzouri-Risikoindex

    Was ist der El-Ganzouri-Risikoindex?

    Der El-Ganzouri-Risikoindex ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für atemwegsbeurteilung. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.

    Klinische Anwendung

    Der El-Ganzouri-Risikoindex (EGRI) wurde 1996 an über 10.000 Patientinnen und Patienten entwickelt und kombiniert sieben präoperativ erhebbare Befunde zur Vorhersage einer schwierigen direkten Laryngoskopie: Mundöffnung, thyreomentaler Abstand, Mallampati-Klasse, HWS-Beweglichkeit, Möglichkeit des Unterkiefervorschubs, Körpergewicht und schwierige Intubation in der Vorgeschichte. Der Index reicht von 0 bis 12 Punkten; ab 4 Punkten war in der Originalarbeit eine schwierige Laryngoskopie deutlich häufiger.

    Limitationen und Hinweise

    Der El-Ganzouri-Risikoindex sollte stets im klinischen Kontext interpretiert werden. Kein Score ersetzt die individuelle ärztliche Beurteilung. Besondere Patientengruppen können von der Standardinterpretation abweichen.

    Quellenangaben – El-Ganzouri-Risikoindex

    Wissenschaftliche Originalquelle

    • El-Ganzouri AR, et al. Anesth Analg. 1996;82(6):1197-1204.

    Letzte fachliche Prüfung: September 2026 · Basierend auf offiziellen Leitlinien führender Fachgesellschaften

    Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

    Häufige Fragen zum El-Ganzouri-Risikoindex

    Wofür wird der El-Ganzouri-Risikoindex verwendet?

    Der El-Ganzouri-Risikoindex wird klinisch für atemwegsbeurteilung verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.

    Wie interpretiert man den El-Ganzouri-Risikoindex?

    Der El-Ganzouri-Risikoindex (EGRI) wurde 1996 an über 10.000 Patientinnen und Patienten entwickelt und kombiniert sieben präoperativ erhebbare Befunde zur Vorhersage einer schwierigen direkten Laryngoskopie: Mundöffnung, thyreomentaler Abstand, Mallampati-Klasse, HWS-Beweglichkeit, Möglichkeit des Unterkiefervorschubs, Körpergewicht und schwierige Intubation in der Vorgeschichte. Der Index reicht von 0 bis 12 Punkten; ab 4 Punkten war in der Originalarbeit eine schwierige Laryngoskopie deutlich häufiger. Die Kombination mehrerer Befunde ist aussagekräftiger als ein einzelner Test wie die Mallampati-Klasse.

    Welche Limitationen hat der El-Ganzouri-Risikoindex?

    Der El-Ganzouri-Risikoindex ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.

    Version 1.0 – Letzte Aktualisierung: September 2026. Grundlage: El-Ganzouri AR, et al. Anesth Analg. 1996;82(6):1197-1204

    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025
    Quellen: El-Ganzouri AR, et al. Anesth Analg. 1996;82(6):1197-1204
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