Der IMPROVE-VTE-Score stammt aus dem International Medical Prevention Registry on Venous Thromboembolism und schätzt bei hospitalisierten internistischen Patientinnen und Patienten das Risiko einer venösen Thromboembolie innerhalb von drei Monaten. Sieben Faktoren werden gewichtet: frühere VTE (3 Punkte), bekannte Thrombophilie, Lähmung der unteren Extremität und aktive Tumorerkrankung (je 2 Punkte) sowie Immobilisation ≥ 7 Tage, Intensiv- oder Intermediate-Care-Aufenthalt und Alter über 60 Jahre (je 1 Punkt). 0–1 Punkte entsprechen einem niedrigen, 2–3 einem moderaten und ab 4 Punkten einem hohen Risiko. Eine modifizierte Version (IMPROVEDD) bezieht zusätzlich erhöhte D-Dimere ein.
## Berechnung
Frühere VTE 3 Punkte; Thrombophilie, Lähmung der unteren Extremität, aktive Tumorerkrankung je 2 Punkte; Immobilisation ≥ 7 Tage, ICU/IMC-Aufenthalt, Alter > 60 Jahre je 1 Punkt.
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## Interpretation
- **0–1 Punkte:** niedriges VTE-Risiko - **2–3 Punkte:** moderates VTE-Risiko - **≥ 4 Punkte:** hohes VTE-Risiko
## Limitationen
- Nur für internistische, nicht für chirurgische Patientinnen und Patienten (dort z. B. Caprini) - Das Blutungsrisiko wird getrennt beurteilt (IMPROVE-Blutungsscore)
## Häufige Fragen (FAQ)
**Was ist der Unterschied zwischen IMPROVE und Padua?** Beide schätzen das VTE-Risiko internistischer Patientinnen und Patienten. IMPROVE nutzt sieben, Padua elf Faktoren; IMPROVE wurde in mehreren großen Kohorten extern validiert.
**Was ist IMPROVEDD?** Eine Erweiterung des IMPROVE-Scores, die D-Dimere über dem Doppelten der Norm mit zusätzlichen 2 Punkten berücksichtigt.
**Berücksichtigt der Score das Blutungsrisiko?** Nein. Dafür existiert ein eigener IMPROVE-Blutungsscore.
*Quelle: Spyropoulos AC, et al. Chest. 2011;140(3):706-714*
