Marburger Herz-Score Rechner

    KHK-Wahrscheinlichkeit bei Thoraxschmerz in der Hausarztpraxis

    📚 Quelle: Bösner S, et al. CMAJ. 2010;182(12):1295-1300

    Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt

    • Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
    • Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
    • Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
    • Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
    • Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.

    Über den Marburger Herz-Score

    Der Marburger Herz-Score wurde entwickelt, um bei Patienten mit Thoraxschmerz in der hausärztlichen Praxis die Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) abzuschätzen. Er basiert auf fünf einfachen klinischen Kriterien, die ohne apparative Diagnostik erhoben werden können, und dient als Entscheidungsunterstützung für die weitere Abklärung.

    Die fünf Kriterien umfassen: Alter und Geschlecht (Männer ≥ 55, Frauen ≥ 65 Jahre), bekannte Gefäßerkrankung, belastungsabhängiger Schmerz, nicht durch Palpation reproduzierbarer Schmerz und die Vermutung des Patienten, dass der Schmerz kardial bedingt ist. Jedes erfüllte Kriterium ergibt einen Punkt.

    Bei 0–2 Punkten ist die KHK-Wahrscheinlichkeit niedrig (ca. 1–5 %), bei 3 Punkten intermediär (ca. 25 %) und bei 4–5 Punkten hoch (ca. 65 %). Der Score ist insbesondere im ambulanten Setting validiert und hilft, unnötige Diagnostik bei Niedrigrisiko-Patienten zu vermeiden, während Hochrisiko-Patienten frühzeitig identifiziert werden.

    Klinischer Hintergrund: Marburger Herz-Score

    Der Marburger Herz-Score ist ein klinisches Instrument zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit Thoraxschmerz in der hausärztlichen Versorgung. Er wurde an der Universität Marburg entwickelt und in einer großen Hausarztstudie validiert. Der Score bewertet fünf einfache klinische Kriterien: Alter/Geschlecht, bekannte Gefäßerkrankung, belastungsabhängiger Schmerz, fehlende Reproduzierbarkeit durch Palpation und die Einschätzung des Patienten. Bei einem Score von 0–2 Punkten liegt die KHK-Wahrscheinlichkeit bei nur 1–5 %, während bei 4–5 Punkten eine Wahrscheinlichkeit von ca. 65 % besteht. Der Score ist besonders wertvoll, weil er ohne apparative Diagnostik auskommt und damit ideal für die ambulante Ersteinschätzung geeignet ist. Wichtig: Bei akutem Thoraxschmerz mit Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom ist eine sofortige notfallmedizinische Abklärung erforderlich – der Score ersetzt diese nicht.

    Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der Marburger Herz-Score unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.

    Ausführliche Erklärung: Marburger Herz-Score

    Was ist der Marburger Herz-Score?

    Der Marburger Herz-Score ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für khk-risiko bei thoraxschmerz. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.

    Klinische Anwendung

    Der Marburger Herz-Score ist ein klinisches Instrument zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit Thoraxschmerz in der hausärztlichen Versorgung. Er wurde an der Universität Marburg entwickelt und in einer großen Hausarztstudie validiert. Der Score bewertet fünf einfache klinische Kriterien: Alter/Geschlecht, bekannte Gefäßerkrankung, belastungsabhängiger Schmerz, fehlende Reproduzierbarkeit durch Palpation und die Einschätzung des Patienten.

    Interpretation und Grenzwerte

    Score von 0–2 Punkten liegt die KHK-Wahrscheinlichkeit bei nur 1–5 %, während bei 4–5 Punkten eine Wahrscheinlichkeit von ca.

    Limitationen und Hinweise

    Der Marburger Herz-Score sollte stets im klinischen Kontext interpretiert werden. Kein Score ersetzt die individuelle ärztliche Beurteilung. Besondere Patientengruppen können von der Standardinterpretation abweichen.

    Quellenangaben – Marburger Herz-Score

    • Bösner S, et al. CMAJ. 2010;182(12):1295-1300
    Letzte fachliche Prüfung: August 2026 · Basierend auf offiziellen Leitlinien führender Fachgesellschaften

    Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

    Häufige Fragen zum Marburger Herz-Score

    Wofür wird der Marburger Herz-Score verwendet?

    Der Marburger Herz-Score wird klinisch für khk-risiko bei thoraxschmerz verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.

    Wie interpretiert man den Marburger Herz-Score?

    Der Marburger Herz-Score ist ein klinisches Instrument zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Patienten mit Thoraxschmerz in der hausärztlichen Versorgung. Er wurde an der Universität Marburg entwickelt und in einer großen Hausarztstudie validiert. Der Score bewertet fünf einfache klinische Kriterien: Alter/Geschlecht, bekannte Gefäßerkrankung, belastungsabhängiger Schmerz, fehlende Reproduzierbarkeit durch Palpation und die Einschätzung des Patienten. Bei einem Score von 0–2 Punkten liegt die KHK-Wahrscheinlichkeit bei nur 1–5 %, während bei 4–5 Punkten eine Wahrscheinlichkeit von ca.

    Welche Limitationen hat der Marburger Herz-Score?

    Der Marburger Herz-Score ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.

    Version 1.0Letzte Aktualisierung: Februar 2026. Grundlage: Bösner S, et al. CMAJ. 2010;182(12):1295-1300

    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025
    Quellen: Bösner S, et al. CMAJ. 2010;182(12):1295-1300
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