Der Revised Cardiac Risk Index (RCRI, Lee-Index) quantifiziert das Risiko schwerer kardialer Komplikationen bei nicht-kardiochirurgischen Eingriffen. Sechs gleichwertige Faktoren werden erfasst: Hochrisiko-Chirurgie, ischämische Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, zerebrovaskuläre Erkrankung, insulinpflichtiger Diabetes und Kreatinin >2 mg/dL.
Risikoklassifikation: 0 Punkte = 0,4% MACE-Risiko, 1 Punkt = 0,9%, 2 Punkte = 6,6%, ≥3 Punkte = 11% Risiko für Myokardinfarkt, Lungenödem, Kammerflimmern, Herzstillstand oder kompletten AV-Block. Der RCRI unterstützt die präoperative Evaluation und Entscheidung über weitere kardiale Diagnostik.
