Beugesehnen-Zonen

    Kleinert/Verdan-Zonen der Hand

    Handchirurgie / Plastische Chirurgie

    Wofür wird sie verwendet?

    Anatomische Zoneneinteilung für Beugesehnenverletzungen der Hand. Sie ordnet die Verletzung dem umgebenden Sehnenscheiden- und Ringbandsystem zu.

    Einteilung

    Zone I

    Distal des Ansatzes der oberflächlichen Beugesehne (FDS) – nur FDP betroffen.

    Zone II

    Vom Beginn der Sehnenscheide (A1-Ringband) bis zum FDS-Ansatz – klassisch „No Man’s Land“.

    Zone III

    Hohlhand zwischen Karpaltunnel-Ausgang und Beginn der Sehnenscheide (Lumbricalis-Region).

    Zone IV

    Bereich des Karpaltunnels.

    Zone V

    Proximal des Karpaltunnels bis zum Unterarm.

    Klinische Bedeutung

    Die Zone beeinflusst Rekonstruktions- und Nachbehandlungskonzept; Zone-II-Verletzungen gelten wegen des engen Gleitlagers als besonders anspruchsvoll.

    Merke

    Zone II = No Man’s Land: zwei Sehnen in einem engen Kanal – hier drohen Verklebungen.

    Quellen

    • Verdan CE. Half a century of flexor-tendon surgery. Current status and changing philosophies. J Bone Joint Surg Am. 1972;54(3):472-491.
    • Kleinert HE, et al. Primary repair of flexor tendons. Orthop Clin North Am. 1973;4(4):865-876.

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