Rockwood-Klassifikation

    AC-Gelenksverletzung

    Orthopädie & Unfallchirurgie

    Wofür wird sie verwendet?

    Einteilung der Akromioklavikulargelenksverletzung nach Ausmaß und Richtung der Dislokation. Grundlage der Therapieentscheidung nach Schultertrauma.

    Einteilung

    Typ I

    Distorsion der AC-Bänder ohne Instabilität; unauffälliges Röntgenbild.

    Typ II

    Ruptur der AC-Bänder, korakoklavikuläre Bänder intakt; leichte Erweiterung des AC-Gelenks.

    Typ III

    Ruptur von AC- und CC-Bändern; Hochstand der Klavikula um etwa eine Schaftbreite.

    Typ IV

    Dorsale Dislokation der Klavikula in bzw. durch den M. trapezius.

    Typ V

    Ausgeprägter Hochstand (deutlich mehr als eine Schaftbreite) mit Ablösung der Deltotrapezoidfaszie.

    Typ VI

    Sehr seltene Dislokation der Klavikula nach kaudal (subakromial/subkorakoidal).

    Klinische Bedeutung

    Typ I–II werden in der Regel konservativ geführt; ab Typ IV–VI wird häufiger eine operative Versorgung erwogen, Typ III wird individuell beurteilt.

    Merke

    Typ III ist die klassische Grauzone – Funktionsanspruch und Beschwerden entscheiden mit.

    Quellen

    • Rockwood CA. Injuries to the acromioclavicular joint. In: Rockwood CA, Green DP, Hrsg. Fractures in Adults. 2. Aufl. Philadelphia: Lippincott; 1984:860-910.
    • Beitzel K, et al. ISAKOS upper extremity committee consensus statement on the need for diversification of the Rockwood classification for acromioclavicular joint injuries. Arthroscopy. 2014;30(2):271-278.

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