FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) Rechner

    Prärenales vs. renales Nierenversagen

    📚 Quelle: Espinel CH. JAMA. 1976;236(6):579-581

    Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt

    • Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
    • Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
    • Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
    • Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
    • Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.

    Über den FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)

    Die fraktionierte Natriumexkretion (FENa) hilft bei der Differenzierung zwischen prärenalem und intrinsisch renalem akutem Nierenversagen. Sie quantifiziert den Anteil des filtrierten Natriums, der im Urin ausgeschieden wird.

    Die Berechnung erfordert Serumnatrium, Urinnatrium, Serumkreatinin und Urinkreatinin. FENa = (Urin-Na × Serum-Krea) / (Serum-Na × Urin-Krea) × 100.

    FENa <1% spricht für ein prärenales Nierenversagen mit intakter tubulärer Funktion – die Niere hält Natrium zurück, um das Plasmavolumen zu erhalten. FENa >2% deutet auf eine intrinsische Nierenschädigung mit gestörter tubulärer Reabsorption hin. Bei Diuretikatherapie ist die FENa nicht verwertbar; hier kann die FEHarnstoff helfen.

    Klinischer Hintergrund: FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)

    Die fraktionierte Natriumexkretion (FENa) hilft bei der Differenzierung zwischen prärenalem und renalem akutem Nierenversagen. Sie berechnet sich als (Urin-Na × Serum-Krea) / (Serum-Na × Urin-Krea) × 100. FENa <1% spricht für prärenales Nierenversagen mit intakter tubulärer Funktion (Volumendepletion, Herzinsuffizienz). FENa >2% deutet auf intrinsische Nierenschädigung hin (akute tubuläre Nekrose). Der Graubereich 1-2% erfordert klinische Korrelation. Limitationen: Diuretika erhöhen FENa falsch, bei Kontrastmittel-AKI und früher Sepsis kann FENa niedrig sein trotz ATN. Bei Diuretikagabe kann die Harnstoff-FE (FEU) alternativ verwendet werden.

    Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.

    Ausführliche Erklärung: FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)

    Was ist der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)?

    Der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für akutes nierenversagen. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.

    Klinische Anwendung

    Die fraktionierte Natriumexkretion (FENa) hilft bei der Differenzierung zwischen prärenalem und renalem akutem Nierenversagen. Sie berechnet sich als (Urin-Na × Serum-Krea) / (Serum-Na × Urin-Krea) × 100. FENa <1% spricht für prärenales Nierenversagen mit intakter tubulärer Funktion (Volumendepletion, Herzinsuffizienz).

    Limitationen und Hinweise

    Limitationen: Diuretika erhöhen FENa falsch, bei Kontrastmittel-AKI und früher Sepsis kann FENa niedrig sein trotz ATN. Eine individuelle klinische Bewertung ist stets erforderlich.

    Quellenangaben – FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)

    Wissenschaftliche Originalquelle

    • Espinel CH. The FENa test: use in the differential diagnosis of acute renal failure. JAMA. 1976;236(6):579-581.

    Letzte fachliche Prüfung: August 2026 · Basierend auf offiziellen Leitlinien führender Fachgesellschaften

    Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

    Häufige Fragen zum FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)

    Wofür wird der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) verwendet?

    Der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) wird klinisch für akutes nierenversagen verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.

    Wie interpretiert man den FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)?

    Die fraktionierte Natriumexkretion (FENa) hilft bei der Differenzierung zwischen prärenalem und renalem akutem Nierenversagen. Sie berechnet sich als (Urin-Na × Serum-Krea) / (Serum-Na × Urin-Krea) × 100. FENa <1% spricht für prärenales Nierenversagen mit intakter tubulärer Funktion (Volumendepletion, Herzinsuffizienz). FENa >2% deutet auf intrinsische Nierenschädigung hin (akute tubuläre Nekrose).

    Welche Limitationen hat der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion)?

    Der FENa (Fraktionierte Natriumexkretion) ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.

    Version 1.0Letzte Aktualisierung: Dezember 2025. Grundlage: KDIGO AKI Guidelines 2012

    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025
    Quellen: Espinel CH. JAMA. 1976;236(6):579-581
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