Die berechnete Serum-Osmolarität ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung des Wasser-Elektrolyt-Haushalts und zur Detektion osmotisch aktiver Substanzen wie toxischer Alkohole.
Die Standardformel lautet: Osmolarität = 2 × Na + Glukose/18 + Harnstoff-N/2.8 (in mg/dL) oder 2 × Na + Glukose + Harnstoff (in mmol/L). Der Normalbereich liegt bei 280-295 mOsm/kg.
Die osmotische Lücke (gemessene minus berechnete Osmolarität) sollte <10 mOsm/kg betragen. Eine erhöhte Lücke deutet auf zusätzliche osmotisch wirksame Substanzen hin, z.B. Methanol, Ethylenglykol, Isopropanol oder Mannitol. Bei Verdacht auf Intoxikation ist die osmotische Lücke ein wichtiger Screeningparameter.
