Die Canadian CT Head Rule ist ein validiertes Entscheidungsinstrument zur Indikationsstellung einer CT-Schädel-Untersuchung bei leichtem Schädel-Hirn-Trauma (GCS 13-15). Sie identifiziert Patienten, die sicher ohne Bildgebung entlassen werden können.
Die Regel umfasst Hochrisiko-Kriterien (erfordern CT und neurochirurgische Intervention) und Mittelrisiko-Kriterien (erfordern CT zur Diagnose). Hochrisiko: GCS <15 nach 2h, V.a. offene Fraktur, Zeichen der Schädelbasisfrauktur, ≥2x Erbrechen, Alter ≥65.
Bei Anwendung der Kriterien kann die CT-Nutzung um etwa 30% reduziert werden, ohne klinisch relevante Befunde zu übersehen. Die Sensitivität für neurochirurgisch relevante Läsionen beträgt nahezu 100%.
