PERC-Kriterien Rechner

    Ausschluss Lungenembolie

    📚 Quelle: Kline JA, et al. J Thromb Haemost. 2004;2(8):1247-1255

    Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt

    • Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
    • Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
    • Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
    • Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
    • Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.

    Über den PERC-Kriterien

    Die PERC-Kriterien (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) ermöglichen den sicheren Ausschluss einer Lungenembolie ohne weitere Diagnostik – wenn alle acht Kriterien erfüllt sind und die klinische Vortestwahrscheinlichkeit niedrig ist.

    Die acht Ausschlusskriterien sind: Alter <50 Jahre, Herzfrequenz <100/min, SaO₂ ≥95% bei Raumluft, keine Hämoptyse, kein Östrogen-Einsatz, keine TVT/PE in der Anamnese, keine einseitige Beinschwellung und keine OP/Trauma in den letzten 4 Wochen.

    Wenn ALLE acht Kriterien erfüllt sind, kann auf D-Dimer-Bestimmung und Bildgebung verzichtet werden. Die Sensitivität liegt bei etwa 97%. Bei nur einem positiven Kriterium sollte der übliche diagnostische Algorithmus (Wells-Score, D-Dimer, ggf. CT-Angio) befolgt werden.

    Klinischer Hintergrund: PERC-Kriterien

    Die PERC-Kriterien (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) dienen dem Ausschluss einer Lungenembolie ohne weitere Diagnostik bei klinisch niedriger Vortestwahrscheinlichkeit. Acht Kriterien müssen ALLE negativ sein: Alter <50, Herzfrequenz <100/min, SpO₂ ≥95% bei Raumluft, keine Hämoptysen, kein Östrogengebrauch, keine vorherige TVT/LE, keine einseitige Beinschwellung, keine kürzliche OP/Trauma mit Hospitalisierung. Wenn alle Kriterien erfüllt sind und die klinische Wahrscheinlichkeit niedrig ist, kann auf D-Dimer und weitere Bildgebung verzichtet werden. PERC sollte nur bei niedrigem klinischen Verdacht angewendet werden, nicht bei intermediärer oder hoher Wahrscheinlichkeit.

    Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der PERC-Kriterien unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.

    Ausführliche Erklärung: PERC-Kriterien

    Was ist der PERC-Kriterien?

    Der PERC-Kriterien ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für lungenembolie-ausschluss. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.

    Klinische Anwendung

    Die PERC-Kriterien (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) dienen dem Ausschluss einer Lungenembolie ohne weitere Diagnostik bei klinisch niedriger Vortestwahrscheinlichkeit. Acht Kriterien müssen ALLE negativ sein: Alter <50, Herzfrequenz <100/min, SpO₂ ≥95% bei Raumluft, keine Hämoptysen, kein Östrogengebrauch, keine vorherige TVT/LE, keine einseitige Beinschwellung, keine kürzliche OP/Trauma mit Hospitalisierung. Wenn alle Kriterien erfüllt sind und die klinische Wahrscheinlichkeit niedrig ist, kann auf D-Dimer und weitere Bildgebung verzichtet werden.

    Limitationen und Hinweise

    Der PERC-Kriterien sollte stets im klinischen Kontext interpretiert werden. Kein Score ersetzt die individuelle ärztliche Beurteilung. Besondere Patientengruppen können von der Standardinterpretation abweichen.

    Quellenangaben – PERC-Kriterien

    Wissenschaftliche Originalquelle

    • Kline JA, Mitchell AM, Kabrhel C, et al. Clinical criteria to prevent unnecessary diagnostic testing in emergency department patients with suspected pulmonary embolism. J Thromb Haemost. 2004;2(8):1247-1255.

    Letzte fachliche Prüfung: August 2026 · Basierend auf offiziellen Leitlinien führender Fachgesellschaften

    Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.

    Häufige Fragen zum PERC-Kriterien

    Wofür wird der PERC-Kriterien verwendet?

    Der PERC-Kriterien wird klinisch für lungenembolie-ausschluss verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.

    Wie interpretiert man den PERC-Kriterien?

    Die PERC-Kriterien (Pulmonary Embolism Rule-out Criteria) dienen dem Ausschluss einer Lungenembolie ohne weitere Diagnostik bei klinisch niedriger Vortestwahrscheinlichkeit. Acht Kriterien müssen ALLE negativ sein: Alter <50, Herzfrequenz <100/min, SpO₂ ≥95% bei Raumluft, keine Hämoptysen, kein Östrogengebrauch, keine vorherige TVT/LE, keine einseitige Beinschwellung, keine kürzliche OP/Trauma mit Hospitalisierung. Wenn alle Kriterien erfüllt sind und die klinische Wahrscheinlichkeit niedrig ist, kann auf D-Dimer und weitere Bildgebung verzichtet werden. PERC sollte nur bei niedrigem klinischen Verdacht angewendet werden, nicht bei intermediärer oder hoher Wahrscheinlichkeit.

    Welche Limitationen hat der PERC-Kriterien?

    Der PERC-Kriterien ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.

    Version 1.0Letzte Aktualisierung: Dezember 2025. Grundlage: ESC Pulmonary Embolism Guidelines 2019

    Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025
    Quellen: Kline JA, et al. J Thromb Haemost. 2004;2(8):1247-1255
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