Der Pulmonary Embolism Severity Index stratifiziert Patienten mit Lungenembolie in 5 Risikoklassen. Klassen I-II können ambulant behandelt werden, höhere Klassen erfordern stationäre Versorgung.
Wichtiger Hinweis – Kein Medizinprodukt
- Diese Anwendung richtet sich ausschließlich an medizinisches Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende) und dient nur als Nachschlagewerk und Dokumentationshilfe.
- Die App ersetzt keine ärztliche Beurteilung, Diagnose oder Therapieentscheidung. Konsultieren Sie stets eine qualifizierte Ärztin / einen qualifizierten Arzt, bevor Sie medizinische Entscheidungen treffen.
- Die Inhalte fassen publizierte Leitlinien zusammen und stellen keine eigenständige Handlungsvorgabe dar.
- Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Die App ist nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung geeignet.
- Dieses Produkt ist kein zugelassenes Medizinprodukt und darf nicht als Grundlage für klinische Entscheidungen verwendet werden.
Klinischer Hintergrund: PESI
Der PESI (Pulmonary Embolism Severity Index) stratifiziert Patienten mit akuter Lungenembolie in fünf Risikoklassen. Er berücksichtigt: Alter (in Jahren als Punkte), männliches Geschlecht, Krebserkrankung, Herzinsuffizienz, chronische Lungenerkrankung, Herzfrequenz ≥110/min, systolischer Blutdruck <100 mmHg, Atemfrequenz ≥30/min, Temperatur <36°C, veränderter Bewusstseinszustand und SpO₂ <90%. Klassen I-II (≤85 Punkte) haben niedriges Risiko und können ambulant behandelt werden. Klassen III-V erfordern stationäre Behandlung, Klasse V intensivmedizinische Überwachung.
Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der PESI unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.
Ausführliche Erklärung: PESI
Was ist der PESI?
Der PESI ist ein evidenzbasiertes klinisches Bewertungsinstrument für lungenembolie. Er wird weltweit in der klinischen Praxis eingesetzt und hilft bei der systematischen Risikostratifizierung und Therapieentscheidung.
Klinische Anwendung
Der PESI (Pulmonary Embolism Severity Index) stratifiziert Patienten mit akuter Lungenembolie in fünf Risikoklassen. Er berücksichtigt: Alter (in Jahren als Punkte), männliches Geschlecht, Krebserkrankung, Herzinsuffizienz, chronische Lungenerkrankung, Herzfrequenz ≥110/min, systolischer Blutdruck <100 mmHg, Atemfrequenz ≥30/min, Temperatur <36°C, veränderter Bewusstseinszustand und SpO₂ <90%. Klassen I-II (≤85 Punkte) haben niedriges Risiko und können ambulant behandelt werden.
Limitationen und Hinweise
Der PESI sollte stets im klinischen Kontext interpretiert werden. Kein Score ersetzt die individuelle ärztliche Beurteilung. Besondere Patientengruppen können von der Standardinterpretation abweichen.
Quellenangaben – PESI
Wissenschaftliche Originalquelle
Aujesky D, Obrosky DS, Stone RA, et al. Derivation and validation of a prognostic model for pulmonary embolism. Am J Respir Crit Care Med. 2005;172(8):1041-1046.
Aktuelle Leitlinie
ESC – Guidelines for the diagnosis and management of acute pulmonary embolism (2019)
Offizielle Leitlinie öffnen
Die hier dargestellten Inhalte basieren auf den oben genannten wissenschaftlichen Publikationen und Leitlinien. Sie dienen ausschließlich zu Informations- und Ausbildungszwecken und ersetzen keine ärztliche Beurteilung.
Häufige Fragen zum PESI
Wofür wird der PESI verwendet?
Der PESI wird klinisch für lungenembolie verwendet. Er ist ein evidenzbasiertes Bewertungsinstrument, das Ärzten bei der Risikostratifizierung und Therapieentscheidung hilft.
Wie interpretiert man den PESI?
Der PESI (Pulmonary Embolism Severity Index) stratifiziert Patienten mit akuter Lungenembolie in fünf Risikoklassen. Er berücksichtigt: Alter (in Jahren als Punkte), männliches Geschlecht, Krebserkrankung, Herzinsuffizienz, chronische Lungenerkrankung, Herzfrequenz ≥110/min, systolischer Blutdruck <100 mmHg, Atemfrequenz ≥30/min, Temperatur <36°C, veränderter Bewusstseinszustand und SpO₂ <90%. Klassen I-II (≤85 Punkte) haben niedriges Risiko und können ambulant behandelt werden. Klassen III-V erfordern stationäre Behandlung, Klasse V intensivmedizinische Überwachung.
Welche Limitationen hat der PESI?
Der PESI ist ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht die individuelle klinische Beurteilung. Die Validierung kann für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt sein. Es sollten stets alle relevanten klinischen Informationen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Bei Unsicherheiten ist eine fachärztliche Konsultation empfohlen.
Verwandte Rechner
Version 1.0 – Letzte Aktualisierung: Dezember 2025. Grundlage: ESC Pulmonary Embolism Guidelines 2019
