Die San Francisco Syncope Rule (SFSR) ist eine klinische Entscheidungsregel zur Identifikation von Synkopen-Patienten mit erhöhtem Risiko für schwerwiegende Kurzzeitereignisse (30 Tage). Fünf Kriterien werden als CHESS-Akronym geprüft: Herzinsuffizienz (Congestive heart failure), Hämatokrit <30%, EKG-Auffälligkeiten (Rhythmusstörungen, ST-Veränderungen), Dyspnoe (Shortness of breath) und niedriger systolischer Blutdruck <90 mmHg. Sind alle Kriterien negativ, ist das 30-Tage-Risiko für ernsthafte Ereignisse sehr gering (Sensitivität ~98%). Die Regel unterstützt die Entscheidung über stationäre Aufnahme vs. ambulante Abklärung in der Notaufnahme.
Wann sollte dieser Score verwendet werden? Der San Francisco Syncope Rule unterstützt klinische Entscheidungen, ersetzt jedoch nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Die Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen.